Über uns und unser Anliegen

Das zum Themenfeld „Metaphysik und Theologie“ in Form eines Blogs eingerichtete Forum wird betreut von einem Autorenteam, das sich ganz der Sache verpflichtet weiß.  Als Beiträge sollen keine Meinungen veröffentlicht werden, sondern Darstellungen von begründeten Zusammenhängen, die Einsicht eröffnen.

Begründungen erfordern eine Engführung mit der Arbeit an den in Gebrauch genommenen Leitbegriffen, die wir aufnehmen, über die wir nicht verfügen. Das unseren als Anschritte vorgestellten Texte haben wir das Wort ‚Prinzipium‘ vorangestellt. Ein Prinzip zu erkennen, heißt, sich auf das rückzubeziehen, woheraus seine Erkenntnis entspringen.

Wir wollen keinen Streit von Schulen eröffnen oder fortsetzen, sondern durch Einsicht in die nicht zu vernachlässigenden, darum von allen als zu beachten anerkennbaren Bedingungen den Streit lösen, von dem schon Kant wusste, dass die Metaphysik ohne selbstkritische Besinnung auf ihre Bedingungen, ihrer Annahmen und Prinzipien in einem endlosen Streit mit sich selbst befangen bleibt.

Wir rufen auf, den Mut zu haben, Entscheidungen in den genannten Grundfragen zu treffen, die Bestimmungsarbeit an Begriffen und die damit verbundenen Begründungen zur Diskussion zu stellen. Sich kritisch prüfen und berichtigen zu lassen, gehört zur Methode der vernünftigen Erkenntnis. Die Berichtigung geht aber auf Richtigkeit aus, die nicht vorgegeben, sondern aus dem Maß ihres Begriffs zu finden aufgegeben ist.

Dem Cartesischen Zweifelsargument zur Erschließung des Unbezweifelbaren verwandt könnte man für die kritische, sich selbst zu berichtigen fähige Vernunfterkenntnis schließen: die Bedingungen der Vermögen, sich berichtigen zu können, sind selbst nicht berichtigbar. So zeigt ausgerechnet das gemeinhin wenig geschätzte Verfahren einer berichtigenden Erkenntnis (in negativer, begrenzender Beurteilung B 736) einen Weg in der Grundlegung von Metaphysik zur Einsicht in das Unbedingte.

Unbedingt ist je nur ein Gefüge von Bedingungen.